Die Mittelmeer-Mönchsrobbe gehört zu den seltensten Meeressäugern der Welt und hat in Nordzypern eines ihrer letzten Rückzugsgebiete.
Lebensraum und Verbreitung
Diese Robben bevorzugen abgelegene Küstenregionen mit Höhlen und felsigen Buchten. Vor allem an der Nordküste Zyperns gibt es noch einige wenige Populationen. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens im Meer, kommen aber zur Geburt und Aufzucht der Jungen an Land.
Aussehen und Besonderheiten
Mönchsrobben haben ein glattes, graubraunes bis schwarzes Fell, das je nach Lichteinfall silbrig schimmert. Männchen können bis zu 2,5 Meter lang werden und über 300 Kilogramm wiegen. Charakteristisch sind ihre großen, runden Augen und die fehlenden äußeren Ohren.
Lebensweise und Fortpflanzung
Diese Robben sind Einzelgänger oder leben in kleinen Gruppen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen und Kopffüßern, die sie in den Gewässern rund um die Insel jagen. Weibchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 10 Monaten ein einzelnes Jungtier zur Welt, das über Monate von der Mutter gesäugt wird.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist stark gefährdet. Umweltverschmutzung, Fischernetze und zunehmender Tourismus bedrohen ihre Lebensräume. In Nordzypern gibt es Initiativen zum Schutz dieser faszinierenden Tiere, darunter Kampagnen zur Bewahrung ihrer Brutplätze und zur Reduzierung von Meeresverschmutzung.